Kennen Sie das – dieses „Schwimmen in der eigenen Suppe“?

Ich kenne das mit meinen Themen „Unternehmensgesundheit/Betriebliches Gesundheitsmanagement“ und „gesundes BerufsLEBEN“ gut und dachte mir, ich möchte es mir und vor allem Ihnen als meine Leser ermöglichen, einmal über den Tellerrand zu schauen, was ich zu berichten habe.

Dazu habe ich einige meiner geschätzten Netzwerk Kollegen gebeten, mir und Ihnen Einblicke in ihre Arbeit im Umfeld der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zu geben.

In den kommenden Monaten veröffentliche ich deshalb auf meinem Blog, Gastartikel von Kollegen, die Ihnen zeigen, wie Betriebliche Gesundheitsförderung, bezogen auf konkrete einzelne Maßnahmen, aussehen kann.

Diesen Monat zeigt Ihnen Dr. Heike Niemeier in ihrem Gastbeitrag, wie gute Ernährung im Berufs-(Alltag) gelingen kann:

Picknick im Berufs-(Alltag)

Wenig Zeit zu haben ist ein landauf landab bekanntes Phänomen. Es gibt jetzt nicht mehr nur den Coffee to go, jetzt wird auch flüssig gegessen. Smoothies sind der neue Zeitgeist, „Essen 4.0“ ,aber nicht unbedingt die Erfüllung des Traums, sich endlich gesund zu ernähren und langfristig fit zu sein. Smoothies – vor allem die auf Früchtebasis – liefern häufig mehr (Frucht!-) Zucker als Coca Cola, dem schwarzen Schaf unter den Getränken. Diese Zucker-Tsunamis fühlen sich zwar kurzfristig gut an, aber sobald sie die Zunge verlassen haben, führen sie hauptsächlich zu Problemen, belästigen zum Beispiel die Leber. Was also tun, wenn wenig Zeit besteht?!

Gesund bleiben – gesund werden

Wer gesund ist, will es bleiben. Wer krank ist, will gesund werden. Das ist nachvollziehbar. Doch was ist zu tun? Gesundheit ist von vielem abhängig, auch vom Essen. Die große Kunst ist, mit dem, was wir als lecker auf der Zunge empfinden auch den Rest des Körpers zu ernähren. Unser Körper besteht zum größten Teil aus dem was, wir gegessen haben. Der Satz „Du bist, was du isst“ ist bekannt. Man könnte ihn auch abwandeln in „Du bist, wie Du isst“. Vielleicht gestresst, unmotiviert, gelangweilt? Beide Sätze sind zentral, um gesund zu bleiben oder wieder zu werden, denn das WIE wir essen hat einen großen Einfluss auf das WAS wir essen. Haben Sie schon einmal versucht, Junkfood langsam und genussvoll zu essen? Das ist fast unvorstellbar. Damit sage ich nicht, dass Junkfood nicht gut schmecken kann!

Denn wir mögen doch das, was wir gewohnt zu essen, sehr gern (sonst würden wir es ja nicht essen!). Und außerdem hat die Junkfood-Industrie genau definiert, in welchem Verhältnis Zucker, Fett und Salz im Essen sein muss, damit es für uns (nahezu) unwiderstehlich ist. Nichts ist gegen gelegentliches Junkfood essen zu sagen, aber auf Dauer wird’s schwer, damit gesund zu bleiben oder gesund zu werden – denn woher soll der Körper seine Abwehrkräfte und Gesundheit aufbauen?

Übrigens: Junkfood ist nicht gleichzusetzen mit Fastfood. Fastfood ist einfach schnell zubereitetes Essen – und das geht auch mit guten Lebensmitteln, einer Prise Erfahrung beim Zubereiten und Kochen und einer Portion Lust auf gutes Essen.

Doch was ist eigentlich gutes Essen? Es herrschen viele Mythen.

Gerüchteküche

Es brodelt heiß in der Gerüchteküche? Was ist gesund? Was sollen wir essen?

Sollten wir uns vegan ernähren oder lieber der paleo-diet folgen? Vielleicht liegt die Wahrheit auch in der Mitte von beidem, also pegan? Wollen wir nicht alle Giftstoffe ausschwemmen, also am besten detox? Früher war low-fat angesagt. Ist die Antwort jetzt vielleicht am besten gänzlich auf die Kohlenhydrate zu verzichten? Fakt ist, jeder ist anders und jeder isst daher auch anders. Sofa-Tiger benötigen anderes Futter als Renn-Mäuse. Pauschal eine Antwort zu finden, die für jeden richtig ist, ist leider kaum möglich.

Fakt ist jedoch, dass es Lebensmittel gibt, die echte Nährstoff-Bomben sind. Und darüber streitet sich keiner: Nährstoffe müssen sein! Denn es sind ja die Stoffe, die uns nähren.

Eier gehören zu den Nährstoff-Bomben: klein, kompakt und kostengünstig (selbst ein luxuriöses demeter-Ei kostet nicht mehr als 50 Cent. Wieviel kostet noch gleich ein Snickers?) liefern sie uns bestes Eiweiß, hochwertiges Fett, jede Menge Mineralstoffe und Vitamine – sogar das Vitamin D, das so vielen Menschen im Norden fehlt, ist unter der Eierschale versteckt.

Eiweiß, daran besteht auch kein Zweifel, benötigen wir unbedingt. Eiweiß ist nach Wasser der Hauptbestandteil im Körper! Außerdem macht es satt und hält den Blutzuckerspiegel konstant. Entscheidend, um im Leben und im Job seinen Aufgaben nachzugehen und sich nicht ständig auf Nahrungssuche zu befinden.

Leistungstief vermeiden

Unbestritten bestimmt uns die Menge an Schlaf, wie wach wir im Job auf Dauer überhaupt sein können. Aber auch das Essen wirkt! Nicht essen, ist keine Lösung! Eiweißreich essen schon eher! Und wer zum Eiweiß Gemüse oder Obst und gute Öle isst, macht es richtig gut! Der Magen meldet eine wohlige Füllung und der Blutzuckerspiegel fällt nicht in den Keller, sondern trägt uns munter durch den Tag. Es ist kein Gerücht, das kohlenhydratreiche Mahlzeiten genau das Gegenteil bewirken, denn wie sollte es auch anders sein? Kohlenhydrate werden zu Zucker abgebaut, vom Darm ins Blut aufgenommen, so dass der Blutzuckerspiegel steigt. Damit er nicht erhöht bleibt – denn das würde zu mancherlei unerwünschten Nebenwirkungen führen – schüttet der Körper Insulin aus, das den Zucker aus dem Blut in die Zellen bringt. Dieses Insulin übertreibt es manches Mal ein wenig, so dass der Körper nach den vielen Kohlenhydraten im Essen zur Unterzuckerung („reaktive Hypoglykämie“ nennt der Fachmann das) führt.

Folge: wir hängen (wieder) im Leistungstief und kriegen (wieder) Hunger… worauf? Sie ahnen es! Süßes!!!

GeniEssen

Süßes gehört zum Leben! Doch damit das Leben nicht bittersüß wird, ist die Kunst des Genießens der Schlüssel. Achtsamkeit benötigen wir in stressigen Zeiten mehr denn je. Wer lernt, den Fokus auf die Verführung im Mund zu legen, hat kein Problem mit Schokolade und anderen Gaumenfreu(n)den. Es wird die richtige Menge sein. Und wer trainiert ist, sich mal Zeit für die Mahlzeit zu nehmen, kann auch beim Picknick im (Berufs-)Alltag Energie schöpfen. Stundenlanges Essen muss nicht sein.

Jeder weiß es: Richtige Entscheidungen werden im Kopf getroffen – wenn das Bauchgefühl stimmt!

Das vor uns liegende neue Jahr ist ein guter Zeitpunkt, um durchzustarten in Richtung Wohlfühlen und Fitness.

Lassen Sie es sich gut gehen und seien Sie wählerisch!

Vielen Dank an Frau Dr. Niemeier für diesen interessanten und sehr informativen Beitrag.

Wenn Sie mehr über Frau Dr. Niemeier erfahren möchten, klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link http://www.heikeniemeier.de/

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A. Thranberend

Angélique Thranberend ist Dipl. Wirtschaftsjuristin (FH) mit 15 jähriger Erfahrung als Personalmanagerin in diversen Branchen, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Entspannungs- und Hypnosetherapeutin sowie zertifizierter Coach. Sie setzt sich mit voller Kraft für die Verbesserung der Arbeitswelt ihrer Klienten ein. Dazu arbeitet sie mit Unternehmen an der Schaffung von gesunden Rahmenbedingungen, die zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und Motivation von Mitarbeitenden beitragen. Und sie zeigt Frauen in ihren Privaten Mentoring Programmen, wie sie sich ein BerufsLEBEN erschaffen, das wirklich zu ihnen paßt, sie ECHT sein und sie entlang ihrer Stärken und Werte leben und arbeiten läßt.

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