Kennen Sie das in Ihrem Unternehmen auch? Sie organisieren mit viel Herzblut Monat für Monat verschiedene Aktionen, Gesundheitstage und gesundheitsförderliche Maßnahmen für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dennoch haben Sie nicht das Gefühl, dass Ihre Belegschaft dadurch gesünder oder gar zufriedener geworden wäre. So langsam fragen Sie sich, warum Sie den ganzen zeitlichen und finanziellen Aufwand überhaupt betreiben und denken ernsthaft darüber nach, das ganze Gesundheitsthema in Ihrem Unternehmen wieder „auszuschleichen“.

Tun Sie es bitte nicht – wäre mein Rat an Sie.

Diese und ähnliche Situationen höre ich oft – aber es gibt einen Weg, Ihre Bemühungen in ein positives Fahrwasser zu lenken. Auch wenn Sie gerade vielleicht denken mögen, wir machen doch schon alles, was sollen wir denn noch alles machen!?

Fehler: Ungültige URL!

Versuchen Sie es mit einem anderen Ansatz

Noch mehr desselben zu tun, hilft in der Tat meistens nicht. Das einzige, was Sie damit erreichen ist, Ihre Mitarbeiter in eine Art Konsumhaltung zu bringen und sie so jeden Monat abwarten zu lassen, was Sie als Arbeitgeber denn wohl diesen Monat wieder „feines“ zu bieten haben. Ich bin mir sicher, dass ist nicht der Effekt, den Sie erzielen wollen.

Aber ganz ehrlich – sind Sie sich im Klaren darüber, was Sie mit Ihrer Gesundheitsförderung erreichen wollen? Welches Ziel hatten Sie sich zu Beginn Ihrer Überlegungen gesteckt? Haben Sie darüber kommuniziert und zahlen Ihre Maßnahmen auch auf das gesteckte Ziel ein?

In vielen Fällen erlebe ich, dass eine konkrete Zielüberlegung nicht stattgefunden hat. Im Laufe der Zeit merken viele Unternehmen, dass sie mit ihren Maßnahmen scheinbar nichts erreichen. Ein neuer Ansatz wäre demnach, erst einmal zu überlegen, wohin die Reise gehen soll und die Maßnahmen daran konkret auszurichten.

Vielleicht hat dies auch zur Folge, dass Sie „ausmisten“ müssen. Einem zielgerichteten Ansatz folgend, kann auch die ein oder andere Maßnahme oder Aktion wegfallen. Wenn Sie offen darüber kommunizieren, welchen Ansatz Sie jetzt verfolgen, werden Ihre Mitarbeiter das sicher nachvollziehen können.

Sie erreichen immer die gleichen aber scheinbar nie die richtigen Mitarbeiter

Wenn Sie sich einen neuen Ansatz überlegen, überprüfen Sie bei der Gelegenheit auch gleich einmal Ihre Teilnehmerlisten der bisherigen Maßnahmen. Fällt Ihnen dabei etwas auf? Richtig, in vielen Fällen werden Sie die gleichen Teilnehmer auf den Listen wiederfinden.

Woran liegt das? In der Regel handelt es sich um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die offen für gesundheitsförderliche Themen sind und sich auch in ihrem Privatleben mit diesen Themen beschäftigen. Wenn Sie sich jetzt fragen, ob das die Mitarbeiter sind, die Sie mit Ihrem Programm erreichen wollen, hilft Ihnen das bei den Überlegungen für Ihren neuen Ansatz.

Mitarbeiter, die offen für gesundheitsförderliche Themen sind, sind im Übrigen nie wirklich die falschen Teilnehmer! Denn selbst, wenn Sie auf den ersten Blick nicht die Zielgruppe waren, die Sie im Auge hatten, so sind sie doch wertvolle Multiplikatoren, die Ihnen dabei helfen können, das Thema Gesundheit nachhaltig im Unternehmen zu verankern.

Wenn Sie Ihre Zielgruppe erreichen wollen, sollten Sei diese auf jeden Fall bei der Planung von zukünftigen Maßnahmen mit einbinden. Haben Sie Ihre Zielgruppe schon einmal gefragt, was es braucht, um ihre Arbeits- und Gesundheitssitution zu verbessern? Dann könnte das vielleicht ein erster sinnvoller Schritt sein.

Schaffen Sie Anreize für Ihre Mitarbeiter, Ihre Maßnahmen und Aktionen auch zu besuchen. Aber vorsichtig, bei der Auswahl der Anreize – Sie möchten etwas in den Köpfen Ihrer Belegschaft bewegen und Niemanden per Bonusheftchen o.ä. für die reine Anwesenheit bei einer Gesundheitsmaßnahmen „motivieren“.

Mit noch mehr gesundheitsförderlichen Maßnahmen die Krankheitsquote senken

Es tut mir leid, wenn ich das so drastisch sage, aber Sie werden mit einem reinen BGF (Betriebliche Gesundheitsförderung) nie Ihre Krankheitsquote senken. Erst recht nicht, mit noch mehr Maßnahmen und Aktionen.

Die Betriebliche Gesundheitsförderung ist rein auf die Verhaltensprävention, das heißt, auf das Verhalten Ihrer Mitarbeiter ausgelegt. Nur alleine mit diesem Ansatz, läßt sich Ihr Ziel, die Krankenquote zu senken, Niemals erreichen.

Was es braucht, ist ein strategischer Ansatz, der die Einbettung von Maßnahmen in ein Gesamtkonstrukt von Prozessen, Rollen, Verantwortlichkeiten und weiterem mehr vorsieht – ein BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement). Dieses Managementsystem sieht ergänzend zu den verhaltenspräventiven Maßnahmen auch die sogenannte Verhältnisprävention vor. Dabei geht es um die Verhältnisse in Ihrem Unternehmen bezogen auf soziale Beziehungen, Arbeitsmittel, Arbeitsprozesse und vielem mehr.

Nur mit einem verhaltens- und verhältnispräventiven Ansatz kommen Sie Ihrem Ziel der Senkung der Krankenquote ansatzweise näher.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass viel natürlich nicht viel hilft. Es gilt vielmehr, die richtigen Dinge zu tun und sich im Vorfeld klarzumachen, was Sie als Unternehmen mit BGF oder auch BGM erreichen möchten.

Möchten Sie wissen, wie es um die Gesundheit in Ihrem Unternehmen steht?

Dann könnte unser kostenloser „QuickCheck Unternehmensgesundheit“ für Sie interessant sein. Sie können die Checkliste in Form eines PDF hier herunterladen, wenn Sie diesen Link kopieren und in Ihren Browser einfügen:  https://thranberend.leadpages.co/quickcheck-unternehmensgesundheit/

A. Thranberend

Angélique Thranberend ist Dipl. Wirtschaftsjuristin (FH) mit 15 jähriger Erfahrung als Personalmanagerin in diversen Branchen, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Entspannungs- und Hypnosetherapeutin sowie zertifizierter Coach. Sie setzt sich mit voller Kraft für die Verbesserung der Arbeitswelt ihrer Klienten ein. Dazu arbeitet sie mit Unternehmen an der Schaffung von gesunden Rahmenbedingungen, die zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und Motivation von Mitarbeitenden beitragen. Und sie zeigt Frauen in ihren Privaten Mentoring Programmen, wie sie sich ein BerufsLEBEN erschaffen, das wirklich zu ihnen paßt, sie ECHT sein und sie entlang ihrer Stärken und Werte leben und arbeiten läßt.

More Posts

Follow Me:
Flickr

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.